Nvidia verhandelt laut einem Bericht von The Information über eine Beteiligung an Perplexity, die das Unternehmen mit mehr als 30 Milliarden US-Dollar bewerten würde. Der annualisierte Umsatz von Perplexity liegt inzwischen bei über 750 Millionen Dollar, nach weniger als 250 Millionen Dollar zu Beginn des Jahres.
Nvidia ist laut einem Bericht von The Information in Gesprächen über eine Beteiligung an Perplexity. Die Finanzierungsrunde würde das Unternehmen nach Angaben von mit der Diskussion vertrauten Personen mit mehr als 30 Milliarden US-Dollar bewerten. Reuters griff den Bericht am 23. August auf; ein Abschluss ist nicht bestätigt, die Höhe einer möglichen Beteiligung nicht bekannt. Beide Unternehmen äußerten sich zunächst nicht.
Die Bewertung läge mehr als 50 Prozent über der letzten Finanzierungsrunde. Nach früheren Berichten lag Perplexity 2025 bei rund 20 Milliarden Dollar, eine Serie E im Januar 2026 bewertete das Unternehmen mit etwa 23 Milliarden Dollar.
Die Zahl, die die Gespräche treibt, ist der annualisierte Umsatz: Er hat nach dem Bericht die Marke von 750 Millionen Dollar überschritten, nach weniger als 250 Millionen Dollar zu Beginn des Jahres 2026 – eine Verdreifachung in weniger als einem Jahr. Ein erheblicher Teil des Wachstums kommt von Perplexity Computer, einem cloudbasierten KI-Agenten, der seit April Aufgaben am Rechner übernimmt, etwa das Ausfüllen von Formularen oder das Buchen von Reisen.
Der möglichen Beteiligung gingen nach Angaben aus dem Bericht Gespräche voraus, in denen Nvidia erwog, Perplexity mehrere Milliarden Dollar für die Lizenzierung von Technologie zu zahlen und Mitarbeiter abzuwerben. Nvidia ist bereits mehrfach bei Perplexity engagiert; das Unternehmen hat insgesamt mehr als 1,7 Milliarden Dollar von Nvidia und weiteren Geldgebern wie New Enterprise Associates, Accel und der SoftBank Group eingesammelt.
Die Gespräche folgen einem Muster. Nvidia zahlt dem Chip-Start-up Poolside sechs Milliarden Dollar für die Lizenzierung von Software zur Modellentwicklung und will 109 Mitarbeiter übernehmen, zusätzlich zu einer Beteiligung von einer Milliarde Dollar bei einer Bewertung von zwölf Milliarden Dollar vor der Finanzierung. Mit dem Inferenz-Chiphersteller Groq und dem Netzwerkunternehmen Enfabrica bestehen ähnliche Vereinbarungen aus Lizenzierung und Personalübernahme. Perplexity kündigte zudem an, agentische KI-Anfragen auf Nvidias Vera CPUs laufen zu lassen, und vereinbarte im März eine mehrjährige Zusammenarbeit mit dem Nvidia-nahen Cloud-Anbieter CoreWeave.
Rechnerisch liegt die Bewertung bei etwa dem 40-Fachen des Umsatzes. Etablierte Softwareunternehmen mit echten Margen wie Snowflake oder Datadog werden an der Börse mit einem einstelligen bis niedrigen zweistelligen Vielfachen ihres Umsatzes gehandelt. Perplexity ist nicht profitabel; ein Vielfaches von 40 ist damit keine Bewertung auf Basis von Erträgen, sondern eine Wette auf künftige Erträge. Analysten haben laut übereinstimmenden Berichten darauf hingewiesen, dass Nvidia mit seiner Bilanz genau die Unternehmen finanziert, die später die GPUs kaufen, die Nvidias eigene Bewertung stützen. Nvidia hat einen solchen Kreislauf zurückgewiesen.
Perplexity beantwortet Suchanfragen mit generierten Antworten statt mit einer Linkliste; welche Anbieter in diesen Antworten auftauchen, hängt von den Quellen ab, die das System heranzieht. Für Betriebe, deren Leistungen im Netz nur als Stichwortliste oder in Marketingformulierungen stehen, wird damit die Frage relevanter, ob ihre Angaben maschinenlesbar beschrieben sind: Leistungen, Zeiten, Zuständigkeiten und Preise in ganzen Sätzen.
Perplexity plant laut CEO Aravind Srinivas einen Börsengang im Jahr 2028, unabhängig vom Verlauf der Börsengänge von OpenAI und Anthropic. Das Unternehmen trainiert keine eigenen Grundmodelle von Grund auf, sondern leitet Anfragen je nach Aufgabe an verschiedene Modelle weiter.
Autor: Team REN-AI-SSANCE – mit KI-Unterstützung erstellt, von Menschen geprüft und freigegeben.
Quelle: Reuters – Originalartikel vom 23.08.2026; Abruf/Archivstand: 03.11.2026




