Microsoft hat rund 60.000 Beschäftigten in den USA, Kanada, Indien und Großbritannien ein freiwilliges Austrittsangebot gemacht. Das sind etwa 27 Prozent der weltweit 223.000 Mitarbeitenden. Berechtigt ist die Erfahrungsstufe 70 und darunter, was auch Führungsebenen einschließt.
Microsoft hat am 26. Oktober ein freiwilliges Austrittsangebot für Beschäftigte in den USA, Kanada, Indien und Großbritannien angekündigt. Berechtigt sind Mitarbeitende der Erfahrungsstufe 70 und darunter, nach Angaben einer mit der Sache vertrauten Person bis zur Ebene der Vizepräsidenten. Rund 60.000 Menschen können das Angebot annehmen, das entspricht etwa 27 Prozent der weltweit 223.000 Beschäftigten. Wer teilnimmt, muss sich Anfang Dezember entscheiden und verlässt das Unternehmen zum 31. Dezember.
Das Unternehmen begründet den Schritt mit dem Ziel, den Ausbau der KI-Infrastruktur und Kapitaleffizienz in Balance zu halten. Die Investitionen in Rechenzentren für die KI-Nachfrage sind zuletzt deutlich gestiegen: Für das September-Quartal erwartete Microsoft mehr als 50 Milliarden Dollar; im Vorjahresquartal lagen Investitionen und Finanzierungsleasing zusammen bei 34,9 Milliarden Dollar. Der freie Cashflow betrug im zweiten Quartal 19,64 Milliarden Dollar und lag damit 23 Prozent unter dem Vorjahr, während die Cloud-Wettbewerber Alphabet und Amazon negatives freies Cashflow meldeten.
„The Voluntary Exit Offer reflects an important part of how we’re evolving our approach to change: creating greater flexibility and, where possible, more ways for employees to shape their next chapter“, schrieb Amy Coleman, Executive Vice President und Chief People Officer, in einem Memo an die Belegschaft. Das Angebot baue auf den Erfahrungen des Vorruhestandsprogramms auf.
Es ist das zweite Programm dieser Art in diesem Jahr. Im April hatte Microsoft erstmals ein Vorruhestandsangebot aufgelegt, für das rund sieben Prozent der US-Beschäftigten berechtigt waren; nach Unternehmensangaben nutzten mehr als 30 Prozent der Berechtigten das Angebot. Im Juli wurden 4.800 Stellen gestrichen. Das neue Programm reicht bis zur Vizepräsidentenebene und damit höher als das Vorprogramm.
Ob das Angebot angenommen wird, ist offen. Microsoft nennt diesmal kein Ziel für die Zahl der Abgänge. Einzelne Marketing-, Vertriebs- und Engineering-Teams hätten sich nach Angaben der informierten Person gegen eine Teilnahme entschieden. Am Mittwoch will das Unternehmen seine Quartalszahlen vorlegen.
Mit dem Umbau verschiebt Microsoft Mittel vom Personal zur Infrastruktur. Für Betriebe mit deutlich kleinerer Belegschaft stellt sich dieselbe Rechnung im kleineren Maßstab: Ausgaben für Lizenzen, Integration und Datenpflege konkurrieren mit dem Personalbudget, und der Nutzen bemisst sich an eingesparten Arbeitsstunden.
Autor: Team REN-AI-SSANCE – mit KI-Unterstützung erstellt, von Menschen geprüft und freigegeben.
Quelle: CNBC – Originalartikel vom 26.10.2026; Abruf/Archivstand: 27.10.2026




