DeepSeek hat einen Creator Mode für seine Open-Source-Agenten-App Harness hinzugefügt, mit dem Nutzer funktionierende Plugins über Anfragen in natürlicher Sprache erstellen können. Die Ankündigung erfolgte am 2. November, das Projekt steht unter MIT-Lizenz und hat auf GitHub seit August 269.000 Sterne gesammelt.
DeepSeek hat seiner Open-Source-Agenten-App Harness einen Creator Mode hinzugefügt. Nutzer beschreiben in normaler Sprache, welche Aufgabe ein Plugin erfüllen soll, und erhalten ein lauffähiges Plugin zurück – ohne Baukasten, Dokumentation oder Entwicklertermin. Das in Hangzhou ansässige Unternehmen stellte die Funktion am 2. November vor und zeigte dabei unter anderem einen Design-Arbeitsbereich, ein Sandbox-Spiel, einen 3D-Modell-Renderer und eine Video-Schnittumgebung, die aus in Alltagsenglisch getippten Prompts entstanden waren.
Ein Harness verbindet große Sprachmodelle mit den Werkzeugen und Systemen, mit denen sie handeln können, und macht aus einem Modell einen Agenten. DeepSeek Harness folgt dem Prinzip „everything is a plugin“, sodass Werkzeuge, Fähigkeiten und Teile der Oberfläche ausgetauscht werden können. Der Creator Mode lässt den Agenten diese Plugins selbst schreiben.
Der Schritt führt DeepSeek tiefer in den Markt für Agenten – wenige Tage, nachdem das Unternehmen einen Super-Agenten-Coding-Prototyp gezeigt hatte. Auch Wettbewerber bauen in diese Richtung: OpenAI hat sein Agents SDK um ein Harness und Sandbox-Unterstützung erweitert, Anthropic ergänzt Plugins und Integrationen für die Agentenprodukte von Claude.
Harness ist weltweit in einer öffentlichen Vorschau verfügbar und steht unter der MIT-Lizenz. Es läuft als Desktop-Anwendung für Macs mit Apple-Silicon-Prozessoren und für 64-Bit-Windows oder als lokale Weboberfläche. Auf GitHub hat das Projekt seit seiner Erstellung im August 269.000 Sterne überschritten.
DeepSeek bezeichnet Harness ausdrücklich als experimentell. Der Sicherheitshinweis im GitHub-Projekt stellt klar, dass die Software kein Security-Audit durchlaufen hat, modellgenerierten Code und Befehle ausführen kann und bei einem fehlerhaften Plugin oder Prompt Dateien beschädigen oder Zugangsdaten preisgeben kann. Das Unternehmen empfiehlt, die Software mit möglichst geringen Rechten zu betreiben, idealerweise in einer wegwerfbaren virtuellen Maschine, und Plugins vor der Ausführung zu prüfen. Zudem variieren die Ergebnisse: Manche Plugins seien in mehreren Gesprächsrunden verfeinert worden, ein einzelner Prompt gebe das im Video Gezeigte nicht zwingend wieder.
Für Betriebe hat die Funktion zwei Seiten. Die Wartezeit auf ein individuell gebautes Werkzeug sinkt, während gleichzeitig die Zahl kleiner Automatisierungen im Haus wachsen kann, die niemand mehr überblickt. Ob ein generiertes Plugin korrekt rechnet, seine Arbeit protokolliert und bei Fehlern anhält, ist mit seiner Lauffähigkeit nicht geklärt. Offen bleibt auch, wie zuverlässig und wie verbreitet der Ansatz tatsächlich wird – die Ankündigung allein sagt darüber wenig, der Test ist, ob Nutzer modellgeschriebenen Code auf produktiven Systemen laufen lassen.
Autor: Team REN-AI-SSANCE – mit KI-Unterstützung erstellt, von Menschen geprüft und freigegeben.
Quelle: Dealroom – Originalartikel vom 03.11.2026; Abruf/Archivstand: 03.11.2026




