OpenAI will die vollen Strom- und Infrastrukturkosten für alle Rechenzentren tragen, die das Unternehmen selbst besitzt und betreibt, und keine Vertraulichkeitsvereinbarungen mit Amtsträgern mehr abschließen. Die Zusagen stehen im „National Community Compact“ vom 5. November 2026. Die Ankündigung fiel zwei Tage nach US-Abstimmungen, in denen Wähler in 40 von 41 Fällen für Einschränkungen von Rechenzentren stimmten.
OpenAI hat am 5. November 2026 einen „National Community Compact“ veröffentlicht, der festhält, was Kommunen an künftigen Standorten erwarten können. Das Dokument gilt für Rechenzentrums-Campusse, die das Unternehmen selbst besitzt und betreibt. Ergänzend schlägt ein „Compute Campus Policy Blueprint“ Regelungen für die gesamte Branche vor.
Zu den Zusagen gehört, dass OpenAI die vollen Stromkosten und die Kosten der Infrastruktur trägt, die für seine Anlagen erforderlich ist. Vor Beginn größerer Investitionen sollen finanzielle Sicherheiten gestellt werden, damit andere Stromkunden geschützt sind, falls ein Projekt verzögert, verkleinert oder abgesagt wird. Für jeden Standort soll ein Wasserplan entstehen, der geschlossene oder wasserarme Kühlkreisläufe bevorzugt. Wasser- und Stromverbrauch werden auf Standortebene veröffentlicht, ebenso Baupläne und unabhängige Lärmgutachten – vor Betriebsbeginn und danach jährlich. Über Einstellungen, Ausbildungsplätze und lokale Investitionen soll jährlich berichtet werden.
Bei den Vertraulichkeitsvereinbarungen vollzieht das Unternehmen eine Kehrtwende: Mit Amtsträgern sollen keine NDAs mehr abgeschlossen werden. Ausgenommen bleiben nach der Formulierung nur enge Bereiche wie Sicherheitsinformationen, Geschäftsgeheimnisse sowie eigentums- oder wettbewerbsrechtlich sensible Informationen.
Die Ankündigung fällt in eine politisch aufgeladene Lage. Wie die Financial Times berichtet, folgte sie zwei Tage, nachdem sich Wähler in 40 von 41 lokalen US-Abstimmungen für Einschränkungen von Rechenzentren ausgesprochen hatten.
Der Compact knüpft an die „Stargate Community“-Zusagen vom Januar 2026 an und an Vereinbarungen in Georgia und Ohio. In Effingham County in Georgia flossen 4,8 Millionen Dollar in kostenlose Schulmahlzeiten für alle 14.000 Schüler des Countys. In Pike County in Ohio nannten Familien die Kinderbetreuung als vorrangiges Thema, woraus eine gemeinsame Zusage von OpenAI und SB Energy über 6 Millionen Dollar entstand.
Der Policy Blueprint richtet sich an Gesetzgeber und Versorgungsaufsicht. Staatliche Versorgungskommissionen sollen große Stromabnehmer verpflichten, die von ihnen verursachten Netzkosten zu tragen und andere Kunden abzusichern, wenn ein Projekt scheitert. Netze sollen Anschlüsse erleichtern, wenn Campusse ihre Last in Knappheitsphasen drosseln können: In Effingham erlaubt die Vereinbarung mit Georgia Power dem Versorger, die Lieferung bei hoher Nachfrage um bis zu 1.000 Megawatt zu reduzieren. Vom Kongress fordert das Unternehmen beschleunigte Netzausbauten und wiederhergestellte Steueranreize für sauberen Strom.
Für Kommunen und Gewerbebetriebe berührt die Ankündigung zwei Punkte, die auch in deutschen Genehmigungsverfahren eine Rolle spielen: die Zuordnung von Netzkosten für Großverbraucher und die Frage, welche Informationen über solche Projekte öffentlich werden.
Autor: Team REN-AI-SSANCE – mit KI-Unterstützung erstellt, von Menschen geprüft und freigegeben.
Quelle: AI Weekly – Originalartikel vom 05.11.2026; Abruf/Archivstand: 06.11.2026




