Meta hat mit Muse Spark Open ein neues KI-Modell mit offenen Gewichten veröffentlicht, das für Apples M5-Ultra-Chips optimiert ist. Nach Angaben des Konzerns soll es mit den führenden chinesischen Open-Weight-Modellen konkurrieren.
Meta hat am Donnerstag, 15. Oktober, Muse Spark Open vorgestellt, ein KI-Modell mit offenen Gewichten. Der KI-Chef des Konzerns, Alexandr Wang, schrieb auf X, es sei „the most capable US open-weight model to date“ – nach eigenen Angaben das leistungsfähigste offene US-Modell bisher.
Anders als geschlossene Systeme wie Claude von Anthropic oder ChatGPT von OpenAI lassen sich bei einem Open-Weight-Modell die Parameter – Gewichte und Biases – herunterladen und verändern. Genau darin lag zuletzt der Vorsprung der chinesischen Anbieter: Alibaba mit Qwen, Moonshot AI mit Kimi K3 und Z.ai mit den GLM-Modellen galten als globale Spitzenreiter im Markt für offene Gewichte. Meta beansprucht mit dem neuen Modell ein vergleichbares Niveau.
In einem Blogbeitrag beschreibt Meta Muse Spark Open als „built for coding and agentic work“. Das Modell sei stark bei langfristigen Aufgabenketten, komplexer Softwareentwicklung und mehrstufigem Schlussfolgern; nach Unternehmensangaben wurden „strong safeguards“ integriert.
Auffällig ist die Hardware-Bindung: Muse Spark Open ist nach Metas eigener Darstellung für Apples M5-Ultra-Chips optimiert – laut dem Guardian ein Hinweis auf eine ungewöhnliche Partnerschaft der beiden Konzerne. Das Modell benötigt erhebliche Rechenleistung: Betreiber können es laut Meta auf zwei Mac Studio mit M5-Ultra-Chips laufen lassen und damit einen „Supercomputer“ auf dem eigenen Schreibtisch aufbauen.
Der Start erfolgte nur wenige Tage, nachdem Meta sein neuestes geschlossenes Modell angekündigt hatte, das nach Konzernangaben mit den fortgeschrittensten Versionen von ChatGPT und Claude konkurriert. Metas KI-Bemühungen waren ursprünglich auf offene Modelle ausgerichtet; Konzernchef Mark Zuckerberg drängt das Unternehmen inzwischen in den direkten Wettbewerb mit OpenAI und Anthropic.
Offene Gewichte sind nicht mit Open Source gleichzusetzen. Der Guardian-Artikel nennt keine Lizenzbedingungen für Muse Spark Open; welche kommerzielle Nutzung möglich ist, regelt die Lizenz des Anbieters. Wer das Modell selbst betreiben will, braucht zudem die passende Hardware-Ausstattung.
Autor: Team REN-AI-SSANCE – mit KI-Unterstützung erstellt, von Menschen geprüft und freigegeben.
Quelle: The Guardian – Originalartikel vom 16.10.2026; Abruf/Archivstand: 16.10.2026




