CrowdStrike hat auf der Konferenz Fal.Con Europe in Barcelona die Übernahme von Fiddler AI und Dreadnode angekündigt. Nach Angaben des Wall Street Journal zahlt das Unternehmen 400 Millionen US-Dollar für Fiddler und 95 Millionen für Dreadnode; CrowdStrike selbst nannte keinen Preis. Die beiden Produkte sollen die Aufsicht über KI-Agenten von der Prüfung vor dem Einsatz bis zur Aufzeichnung im Betrieb abdecken.
CrowdStrike hat am Montag auf der Konferenz Fal.Con Europe in Barcelona zwei Übernahmevereinbarungen im Bereich KI-Sicherheit angekündigt. Betroffen sind Fiddler AI und Dreadnode. Einen Kaufpreis nannte das Unternehmen nicht; das Wall Street Journal bezifferte ihn mit 400 Millionen US-Dollar für Fiddler und 95 Millionen US-Dollar für Dreadnode, zusammen 495 Millionen. Beide Transaktionen sollen überwiegend in bar und zu einem Teil in Aktien beglichen werden, die über die Zeit und an Bedingungen geknüpft ausgegeben werden. Der Abschluss wird im vierten Quartal des Geschäftsjahres 2027 erwartet, vorbehaltlich der üblichen Genehmigungsschritte.
Fiddler, spezialisiert auf Beobachtbarkeit und Erklärbarkeit von KI-Agenten, wird als Falcon Observe in die Falcon-Plattform integriert. Die Technik setzt nach dem Deployment an: Sie bewertet Agenten vor dem Produktivgang, verfolgt Entscheidungen und Begründungen über Agentsysteme hinweg, markiert abweichendes Verhalten und erfundene Antworten und erzeugt Aufzeichnungen, die sich in Audits verwenden lassen. Unterstützt werden unter anderem LangGraph, Amazon Bedrock und Google ADK.
Dreadnode arbeitet früher im Prozess. Die Plattform führt nach Unternehmensangaben mehr als 100 bekannte Angriffsmethoden gegen Modelle und Agentsysteme aus, darunter Jailbreaks und Prompt Injection. Die Befunde werden nach Schweregrad sortiert und auf verbreitete Standards wie die OWASP Top 10 für Large Language Models und das NIST AI Risk Management Framework abgebildet.
Die Ankündigungen reagieren auf eine Lücke, die mit der Verbreitung von Agenten größer geworden ist: Software kann gültige Zugangsdaten und freigegebene Werkzeuge besitzen und trotzdem falsche Entscheidungen treffen, Anweisungen ignorieren oder Arbeit als erledigt melden, die nie ausgeführt wurde. Klassische Sicherheitstests, die für vorhersehbares Verhalten von Code gebaut sind, erreichen die Modellebene und den Schlussfolgerungsprozess eines Agenten nicht.
„Wenn eine Aufsichtsbehörde oder der Vorstand fragt, was ein Agent getan hat, ist ‚das Modell war es‘ keine Antwort“, sagte CrowdStrike-Chef und Gründer George Kurtz. Er bezeichnete Fiddler als den Flugschreiber für jeden Agenten. Dreadnode-CEO Brad Palm sagte, sein Unternehmen sei auf der Annahme gebaut, dass diejenigen Fehler am besten finden, die wie Angreifer denken.
Zum selben Anlass stellte Kurtz neue Funktionen der Falcon-Plattform vor, darunter einen als AI Kill Switch bezeichneten Schalter, mit dem Menschen jeden KI-Agenten stoppen können. Der Schalter liege außerhalb des Modells und zur Laufzeit, sodass ein Agent nicht mit ihm argumentieren, ihn umschreiben oder aussitzen könne, schrieb Kurtz auf X. Je sicherer ein Unternehmen sei, jeden Agenten stoppen zu können, desto mehr Agenten könne es einsetzen.
Kurtz beschrieb den Schritt als Verschiebung von Sicherheit zu Safety: Über Jahrzehnte habe Sicherheit bedeutet, den Gegner draußen zu halten; die größere Chance liege darin, KI im Unternehmen mit einem Menschen an der Kontrolle laufen zu lassen. Beide Produkte sollen im vierten Quartal des Geschäftsjahres 2027 allgemein verfügbar werden.
Autor: Team REN-AI-SSANCE – mit KI-Unterstützung erstellt, von Menschen geprüft und freigegeben.
Quelle: CyberScoop – Originalartikel vom 03.11.2026; Abruf/Archivstand: 04.11.2026




