Nach Daten von Crunchbase haben KI-Startups bis zum 29. September 2026 insgesamt 195 andere KI-Unternehmen übernommen – ein Plus von 14 Prozent gegenüber dem gesamten Jahr 2025. Die Zahl der verschiedenen Käufer stieg im selben Zeitraum nur um 2 Prozent. An der Spitze steht OpenAI mit zehn Übernahmen allein in diesem Jahr.
KI-Startups haben einer Auswertung von Crunchbase zufolge bis zum 29. September 2026 insgesamt 195 andere KI-Unternehmen übernommen. Das sind 14 Prozent mehr als im gesamten Jahr 2025. Die Zahl der unterschiedlichen Käufer wuchs im selben Zeitraum nur um 2 Prozent – der Anstieg geht damit vor allem auf Unternehmen zurück, die mehrfach zukaufen.
Über einen Zeitraum von drei Jahren betrachtet entfallen nach Crunchbase-Daten rund 42 Prozent aller erfassten Transaktionen auf 67 wiederkehrende Käufer. Am aktivsten ist OpenAI mit 20 KI-bezogenen Übernahmen, davon zehn im laufenden Jahr. In diesem Jahr folgen Anthropic und der Anbieter von Rechts-KI Legora mit je fünf Übernahmen, die Rechts-KI-Firma Harvey mit vier, der Kundenservice-Anbieter Sierra und das Coding-Unternehmen Cursor mit je drei sowie Cohere mit zwei. Viele der Käufer sind vertikale KI-Startups, die Firmen aus ihrem eigenen Markt übernehmen.
Einige Transaktionen erreichen erhebliche Größenordnungen. Die laut Crunchbase größte Übernahme mit bekanntem Preis ist der Kauf des Startups Anyscale durch Nscale für 1,65 Milliarden US-Dollar, gefolgt von Cyeras Übernahme des Identitätssicherheits-Anbieters Oasis Security für 1 Milliarde US-Dollar. Anthropics Zukauf von Coefficient Bio, das KI für die Pharmaforschung entwickelt, wurde mit 400 Millionen US-Dollar bewertet, OpenAIs Übernahme von Glass Imaging mit 300 Millionen US-Dollar und Sword Healths Kauf von Kaia Health mit bis zu 285 Millionen US-Dollar.
Für nur 12 der 195 Transaktionen wurde ein Preis offengelegt, wie Crunchbase anmerkt – eine Gesamtsumme der Ausgaben lässt sich daraus nicht ableiten.
Die Begründung für das Tempo liefert Rama Sekhar, Partner bei Menlo Ventures: Es sei schneller, ein Team oder ein Produkt zu kaufen, als beides selbst zu entwickeln. Wer nicht um das Zehnfache wachse, sei für Wachstumsinvestoren uninteressant; zugleich hätten hohe Bewertungen KI-Startups eine günstige Währung für Zukäufe mit geringer Verwässerung verschafft.
Was gekauft wird, unterscheidet sich je nach Käufer. OpenAIs Zukäufe reichen von Gesundheitsdaten und Software für wissenschaftliches Schreiben bis zu Entwickler-Infrastruktur, Sicherheitstools und spezialisiertem Personal. Allein im Januar 2026 übernahm das Unternehmen Convogo, Torch Health und Crixet, im März folgten die Open-Source-Anbieter Astral und Promptfoo, im Juni Ona (früher Gitpod) und im August Instant. Die Rechts-KI-Firmen Harvey und Legora bauen mit ihren Zukäufen vor allem ihre Plattformen aus – Legora unter anderem mit Walter AI, Qura, Graceview, Cadastral und Wexler AI. Sierra erweiterte mit Opera Tech, Fragment und TakeOff sowohl seine geografische Reichweite als auch sein Produktangebot.
Autor: Team REN-AI-SSANCE – mit KI-Unterstützung erstellt, von Menschen geprüft und freigegeben.
Quelle: Crunchbase News – Originalartikel vom 06.10.2026; Abruf/Archivstand: 08.10.2026



